Eine lebenswerte Stadt Zürich für alle
Ich wünsche mir eine Stadt Zürich, die ökologisch, solidarisch und bezahlbar ist.
Klimaschutz soll ernst genommen werden und mit sozialer Gerechtigkeit einhergehen. Zürich soll eine Stadt sein, in der sich alle Menschen sicher fühlen, vielfältige Lebensentwürfe möglich sind und wir gemeinsam an einer gerechten und solidarischen Zukunft bauen.
Wir GRÜNEN setzen uns dafür ein, dass die Stadt Zürich Netto-Null bis 2040 erreicht. Dafür braucht es wirksame Massnahmen, die unsere Treibhausgasemissionen konsequent reduzieren und dabei die negativen Auswirkungen der Klimakrise minimieren. Mit mehr Kreislaufwirtschaft, der Reduktion des motorisierten Individualverkehrs und somit mehr Platz und Sicherheit für den ÖV, fürs Velo und für Fussgänger*innen und dem Ausbau von Solarenergie kann die Stadt Zürich ihre direkten und indirekten Emissionen reduzieren. Wichtig ist, dass alle Klimaschutzmassnahmen sozial gerecht sind. Weiter sind die Förderung der Biodiversität sowie der Erhalt und Ausbau von Grünflächen von Bedeutung. Dies ist auch wichtig, da es im Sommer immer heisser wird und Grünflächen Kühle spenden.
Besonders herausheben möchte ich die Solar-Initiative. Die GRÜNEN und die SP wollen mit dieser Initiative ein klares Ziel festlegen: Ein Drittel des städtischen Stromverbrauchs soll durch Solarstrom gedeckt werden. So sichern wir eine ökologische, bezahlbare und sichere Stromversorgung direkt vor Ort.
Ein zentraler Pfeiler für eine lebenswerte Stadt ist bezahlbarer Wohnraum für alle. Die Wohnsituation in Zürich ist prekär. Mieten steigen, Leerkündigungen nehmen zu und die Gentrifizierung verdrängt Menschen aus ihrem Zuhause und den Quartieren. Bezahlbares Wohnen ist die grösste Sorge der Bevölkerung. Es braucht deshalb eine konsequente Politik zugunsten von preisgünstigem und gemeinnützigem Wohnungsbau, damit auch Menschen mit weniger finanziellen Mitteln, Familien, Studierende, Alleinerziehende und ältere Menschen in ihren Quartieren bleiben können. Die Stadt muss dabei aktiv sein mit Liegenschaftskäufen und der Unterstützung von Genossenschaften. Wohnen darf nicht zum Luxus werden.
Wir setzen uns ein für eine Stadt, in der alle Platz finden, unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Bildungsstand, Einkommen oder Alter. Es braucht zudem auch vielfältige Angebote und Unterstützung für obdach- und wohnungslose Menschen, Menschen mit Suchterkrankungen und Sans-Papiers. Die Stadt muss so geplant sein, dass Rücksicht auf verschiedene Bedürfnisse zum Beispiel von Kindern, Senior*innen sowie Personen mit Behinderungen genommen wird. Weiter muss Zürich eine Stadt werden, in der Gewalt und Diskriminierungen entschieden verhindert werden und Betroffene Schutz und Unterstützung erhalten. Häusliche Gewalt ist leider auch in der Stadt Zürich Alltag. Um diese Gewalt zu stoppen, sind Sensibilisierungsmassnahmen sowie genügend finanzielle Mittel für Beratungs- und Schutzangebote nötig.
Die GRÜNEN setzen sich weiterhin mit viel Engagement und Mut für diese Ziele ein. Deshalb braucht es uns als starke Kraft im Gemeinde- und Stadtrat.
Anna-Béatrice Schmaltz, Gemeinderätin und Co-Präsidentin GRÜNE Stadt Zürich