Medienmitteilung: Rechnung 2025: Kein Grund zur Panik. Fokussierung bei Ausgaben und Investitionen nötig.
Zum ersten Mal seit 10 Jahren schliesst die Rechnung der Stadt Zürich mit einem knappen Minus von 22.9 Millionen Franken. Bei einem Aufwand von 10.978 Milliarden Franken ist dies für die GRÜNEN jedoch kein Grund in verfrühten Alarmismus zu verfallen. Die GRÜNEN teilen deshalb die Ansicht des Stadtrates, dass die Finanzlage der Stadt weiterhin sehr solide ist.
Nach den teilweise sehr hohen Ertragsüberschüssen zwischen 2015 und 2025 ist dieses knappe Minus für die Stadt Zürich aus Sicht der GRÜNEN gut verkraftbar. Die Rechnung 2025 zeigt jedoch auch, dass in verschiedenen Bereichen eine erhöhte Sensibilität angebracht ist.
So zeigt die erneut gestiegene Steuerkraft (Erhöhung der Steuereinnahme um 279.7 Millionen Franken), bei gleichzeitig tiefer als erwartet ausgefallenen Beträgen im Sozialbereich (z.B. subventionierte Kinderbetreuung), dass in der Stadt Zürich weiterhin ein sozialer Wandel im Gange ist, welcher Menschen ohne oder mit niedrigen Einkommen aus der Stadt verdrängt. Hier braucht es zwingend griffige Massnahmen und eine politische Fokussierung auf Menschen in Tieflohnsektoren, Armutsbetroffene und besonders vulnerable Gruppen (z.B. Working Poor, ältere Menschen, Alleinerziehende, Sans-Papiers, etc.). Damit auch sie im zukünftigen Zürich Platz haben. Wiederkehrende Ausgaben nach dem Giesskannenprinzip werden durch die GRÜNEN deshalb auch künftig kritisch geprüft, da sich solche massgeblich in der Rechnung niederschlagen und in Bezug auf soziale Verdrängung teilweise wenig zielführend sind.
Weiter muss der Anstieg der Verschuldung aufgrund hoher Investitionen aufmerksam verfolgt und gegebenenfalls eine politische Fokussierung vorgenommen werden. Hier legen die GRÜNEN den Fokus auf Wohnen, Klimaschutz und Bildung. Wir erwarten vom Stadtrat, dass in diesen Bereichen auch künftig grosszügig und zielorientiert investiert wird. Die GRÜNEN werden dem Stadtrat deshalb auch in künftigen Budgets die entsprechenden Mittel zur Verfügung stellen. In der konkreten Ausgestaltung von z.B. Bauprojekten sehen die GRÜNEN jedoch Hebel, um Investitionen nachhaltig zu senken. So soll vermehrt ohne «Züri-Finish» und nach dem Motto «Weniger ist mehr» projektiert und realisiert werden. Dies gilt auch für Neuanschaffungen, z.B. im Fahrzeug- oder Gerätebestand. Weiter soll beim Kauf von Liegenschaften und Grundstücken auf entwicklungs- und zukunftsfähige Objekte fokussiert werden.
Zürich hat weiterhin die Mittel eine nachhaltige Stadt für alle Menschen zu sein. Allerdings sind dafür eine politische Gewichtung und Fokussierung nötig. Dafür werden sich die GRÜNEN auch in Zukunft einsetzen.
Für weitere Informationen stehen Ihnen zur Verfügung:
Luca Maggi, Gemeinderat und Mitglied der Rechnungsprüfungskommission, 076 480 35 10
Anna-Béatrice Schmaltz, Gemeinderätin und Mitglied der Sachkommission Finanzdepartement, 079 557 78 85
Zürich, 24. März 2026