Gratis-Openairs schützen – Kultur für alle in Zürich
Sehr geehrter Herr Stadtpräsident Golta
Sie haben im Wahlkampf versprochen, in vier Jahren daran gemessen werden zu wollen, «was alles aus dem Kleinen, Dezentralen, Anarchischen, Nicht-Kommerziellen entstanden ist». Wir nehmen Sie beim Wort und wir machen Sie auf etwas aufmerksam, das diesen Worten entspricht und das es zu erhalten gilt: die Gratis-Openairs unserer Stadt.
Gratis-Openairs sind gelebte Zürcher Kultur
Ob Äms Fäscht, Stolze Openair, Landenbergfest oder viele andere: Jedes Jahr beleben Dutzende von Gratis-Festivals unsere Quartiere und Plätze. Sie schaffen Begegnungsorte für alle, unabhängig vom Portemonnaie,Herkunft oder Alter. Sie sind nicht kommerziell, nicht gross, nicht profitorientiert und genau deshalb sind sie unverzichtbar. Sie sind das, was Zürich kulturell belebt, jenseits von Opernhaus und Kunsthaus.
Diese Festivals werden von ehrenamtlichen Teams getragen, die Hunderte von Stunden in ihre Arbeit investieren aus Leidenschaft für ihre Quartiere und für das Miteinander. Das ist Kultur von unten. Das ist die Kultur, die wir als Grüne fördern wollen: Eine Kultur, die nicht immer grösser werden muss, um zu bestehen.
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Bereits so viele von euch haben unsere Petition unterschrieben! Grosses Dankeschön💚
Das Problem: Finanzielle Verwundbarkeit bedroht dieses Angebot
Gratis-Openairs finanzieren sich über Getränke- und Essensverkäufe, kleine Sponsorings und Freiwilligenarbeit. Es gibt keine Ticketeinnahmen, wenige Reserven, keine kommerziellen Strukturen im Rücken. Ein verregnetes Wochenende, eine unerwartete Kostenüberschreitung und das Defizit reisst ein Loch, das ein Verein jahrelang nicht schliessen kann. Immer mehr Organisationsteams stellen sich die Frage, ob sie weitermachen können. Immer mehr Gratis-Openairs verschwinden leise, müssen Eintritt verlangen oder grösser werden. Das ist ein Verlust, den Zürich sich nicht leisten sollte.
Unsere Forderung: Sichtbarkeit, Unterstützung, Rahmen
Wir fordern Stadtpräsident Raphael Golta auf, die Gratis-Openairs als schützenswerten Teil der Stadtzürcher Kulturvielfalt anzuerkennen und aktiv zu fördern. Das bedeutet konkret:
- Die Stadt bekennt sich zu nicht-kommerziellen Gratis-Openairs als Teil des Kulturleitbilds.
- Bestehende Förderinstrumente werden daraufhin überprüft, ob und wie gemeinnützig Gratis-Openairs besser berücksichtigt werden können.
- Der Stadtrat prüft niederschwellige Unterstützungsmöglichkeiten für ehrenamtliche Organisationsteams administrativ, finanziell und durch vereinfachte Bewilligungsverfahren.
- Ehrenamtliche Organisator*innen werden vor persönlicher finanzieller Haftung geschützt.
Zürich hat eine Wahl
Kultur, die nur dort gedeiht, wo sie profitabel ist, ist keine Kultur für alle. Zürich kann sich entscheiden, ob es eine Stadt für alle bleiben will – oder ob nur jene teilhaben können, die sich eine Eintrittskarte leisten.
Wir wollen das Erstere und glauben, dass Stadtpräsident Golta das auch will.
Deshalb unterschreibe diese Petition – für Gratis-Openairs, für Kultur von unten, für ein Zürich, das allen gehört:
Teile die Petition gerne per Whatsapp oder Email auch mit Freund*innen, Familie oder in deinem Umfeld – jede Unterschrift zählt.
Danke, dass du mithilfst, Zürich lebendig, offen und kulturell vielfältig zu halten.
Eticus Rozas, Co-Präsident GRÜNE Stadt Zürich

