Zürich 2026: bezahlbare Wohnungen, klimagerecht, solidarisch
Letzten Montag hat die 30. Klimakonferenz begonnen. In Brasilien ringt die Staatengemeinschaft während zwei Wochen darum, das Klimaziel des Übereinkommens von Paris am Leben zu erhalten und Wege zu finden, die globale Erwärmung deutlich unter 2 Grad, wenn möglich bei 1.5 Grad, zu begrenzen.
Mit dem vorgelegten Budget 2026 zeigt der Stadtrat, dass er weiterhin in eine nachhaltige Zukunft investieren möchte. Aus Sicht der GRÜNEN müssen diese Vorgaben aber verstärkt werden. Daher setzen wir uns in diesem Budget konkret dafür ein, dass die Investitionen in Wohnbau weitergeführt werden, dass der Ausbau von Photovoltaik endlich vorangetrieben wird, und weiterhin genügend Mittel für Bildung wie auch für soziale und humanitäre Aufgaben zur Verfügung stehen.
Investitionen in die Zukunft: bezahlbare Wohnungen, Klimaschutz
Investitionen bleiben der Schlüssel für eine langfristig nachhaltige und soziale Stadt. Wir GRÜNEN beharren auf mindestens dem gleichen Investitionsvolumen für den Kauf von Liegenschaften wie im vergangenen Jahr. Mit diesen Investitionen in die Zukunft kann Zürich langfristig genügend bezahlbaren Wohnraum anbieten und so noch mehr Verdrängung verhindern.
Zugleich erwarten wir, dass die geplante Steuerung der Investitionen berücksichtigt, dass Investitionen in Klimaschutz und Wohnen kein Luxus, sondern zentral für unsere Zukunft sind.
Klimaschutz & Energieumbau
Netto-Null 2040 soll bald erreicht werden – die Stadt muss vorwärts machen. Zürich nutzt das vorhandene Photovoltaikpotenzial nicht ausreichend; wir GRÜNE möchten endlich einen zügigen Fortschritt sehen. Zusätzlich wollen wir GRÜNE neue messbare Kennzahlen zur Entwicklung der Versickerungsflächen, sowie genügend Freiraum in den Quartieren – für Bäume, Schatten und Aufenthaltsqualität, so wie es auch in der BZO vorgegeben wäre.
Humanitäre Hilfe und internationale Verantwortung
Die weltpolitische Lage verschärft sich weiter – Kriege, Vertreibungen und humanitäre Katastrophen nehmen zu. Zürich ist eine globale Stadt und trägt damit Verantwortung. Wir fordern mehr Mittel für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe, das sind Beiträge, die direkte Wirkung zeigen. Es ist für uns GRÜNE klar, dass sich Zürich als reiche Stadt für Frieden und Menschenrechte einsetzen kann und muss.
Mehr Unterstützung für sozial Schwächere
Wir GRÜNE fordern mehr Ressourcen beim Schulpsychologischen Dienst. Immer mehr Jugendliche benötigen Unterstützung. Dank der Stärkung sollen die Wartezeiten verkürzt und der Zugang verbessert werden.
Für geflüchtete Menschen, die in Zürich ankommen und bei uns leben, sollen menschenwürdigere Unterkünfte zur Verfügung gestellt werden. Genügend sanitäre Anlagen, genügend Privatsphäre, eigene Kochmöglichkeiten sollten an und für sich selbstverständlich sein, sind aber lange nicht überall vorhanden.
Zudem beantragen wir, wie auch schon in vergangenen Jahren, dass das Sozialinspektorat abgeschafft werden soll. Wir wollen ein System, das auf Unterstützung statt Kontrolle setzt und Menschen in schwierigen Situationen nicht kriminalisiert.
Zürich 2026: bezahlbare Wohnungen, klimagerecht, solidarisch.
Unsere Anträge im Budget 2026 folgen einer klaren Linie: Zürich soll eine solidarische, ökologische und gerechte Stadt bleiben, und eine Stadt, die jetzt die Investitionen tätigt, welche künftigen Generationen ein lebenswertes Zuhause ermöglichen.
Rückfragen:
Felix Moser, Mitglied der Rechnungsprüfungskommission, 076 375 08 03
Zürich, 10. Dezember 2025