Medienmitteilung: Umfrage zum Thema Menstruationsbeschwerden: Ein wichtiger Schritt für Gleichstellung und Gesundheit am Arbeitsplatz
Menstruation ist noch immer tabuisiert. Starke Beschwerden sind weit verbreitet und Betroffene schämen sich dafür. Mit einem Postulat (GR Nr. 2022/2019) gingen die beiden GRÜNEN Gemeinderätinnen Anna-Béatrice Schmaltz und Selina Walgis die Thematik an. Ziel des Postulats war Enttabuisierung und Sensibilisierung.
Sehr geehrte Medienschaffende
Die Stadt Zürich hat daraufhin eine wissenschaftliche Befragung gestartet. Diese ermöglicht wertvolles Wissen und zeigt klar auf, dass Handlungsbedarf besteht: 63 % der befragten Mitarbeiterinnen leiden unter starken und regelmässigen Beschwerden, die ihre Arbeitsfähigkeit beeinträchtigen. Solche Zahlen sind ein erster Schritt hin zur Enttabuisierung. Dass die Stadt Zürich dieses drängende Thema ernst nimmt und mit konkreten Massnahmen reagiert, ist ein bedeutender erster Schritt.
Stadt weitet Engagement aus – ein wichtiger Erfolg
Die Ergebnisse der Umfrage zeigen, dass Handlungsbedarf besteht. Der gesellschaftliche Umgang mit Menstruation und spezifisch mit starken Beschwerden während der Menstruation zeigt exemplarisch auf, wie Gesundheitsthemen, die vor allem Frauen betreffen, nach wie vor marginalisiert werden. Es ist erfreulich, dass die Stadt Zürich die Thematik ernst nimmt und unter anderem vorsieht, eine Arbeitsgruppe ins Leben zu rufen, um gezielt Massnahmen für besonders betroffene Gruppen zu entwickeln. Ebenso positiv hervorzuheben ist, dass die Stadt Zürich den öffentlichen Diskurs weiterführt und die Ergebnisse der Befragung mit Fachleuten und Organisationen teilt.
Gesellschaftlicher Wandel beginnt am Arbeitsplatz
Die GRÜNEN sehen die angekündigten Massnahmen als Meilenstein und fordern eine konsequente Umsetzung. Die Kultur der offenen Kommunikation sowie die Sensibilisierung zur Thematik sind extrem relevant. Die Ergebnisse der Befragung zeigen, dass insbesondere junge Mitarbeitende, Lernende und Praktikant*innen eine Menstruationsdispens begrüssen würden. Dies verdeutlicht, dass die Stadt als moderne Arbeitgeberin Verantwortung übernehmen muss. Flexiblere Arbeitsbedinungen sollen konsequenter genutzt werden können. Es ist elementar, dass die Bedürfnisse der Betroffenen weiterhin im Zentrum stehen.
Die GRÜNEN setzen sich weiterhin dafür ein, dass Zürich eine Vorreiterinnenrolle in der Schweiz einnimmt und nachhaltige Verbesserungen für Betroffene geschaffen werden. Das Thema der Menstruationsdispensation muss unbedingt weiter geprüft werden. Die geplanten Massnahmen sind ein grosser Schritt in die richtige Richtung und ein starkes Signal für die Gleichstellung, doch sie sind nur der Anfang einer umfassenden gesellschaftlichen Veränderung.
Für mehr Informationen:
Anna-Béatrice Schmaltz, Gemeinderätin, Co-Präsidentin Grüne Stadt Zürich
079 557 78 85, annabschmaltz@gmail.com
Selina Walgis, Gemeinderätin
079 855 76 64, selina.walgis@bluewin.ch
Zürich, 14. März 2025