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Heute hat der Stadtrat kommuniziert, dass er vorhat, das städtische Unternehmen Energie 360° zu veräussern. Dominik Waser, Gemeinderat und Mitglied der Energiepolitischen Kommission, meint dazu: «Energieinfrastruktur gehört unter demokratische Kontrolle, das hat sich bewährt. Wir haben als Parlament nie den Auftrag für den Verkauf von Energie 360° erteilt. Im Gegenteil: Wir haben uns stets für eine Rekommunalisierung, also eine Reintegration in die Stadtverwaltung eingesetzt».
 

Energie 360° ist durch ihre Gas-Infrastruktur sowie als wichtiger Akteur im Schweizer Gashandel ein Unternehmen von grosser Bedeutung für die Energiewende. Mit Energie 360° hat die Stadt Zürich einen direkten Einfluss darauf, wie die klimaschädliche Gas-Infrastruktur sozialverträglich in die Zukunft geführt werden kann. «Anstatt den Verkauf dieses Unternehmens voranzutreiben, würde sich der Stadtrat lieber dafür einsetzen, dass städtische Infrastruktur ihren Teil zur Bekämpfung der Klimakrise und einer erfolgreichen Energiewende beiträgt.» sagt Waser weiter. 

Ein Verkauf von Energie 360° an den Kanton Zürich würde das Ziel der Stilllegung des Gasnetzes in Gefahr bringen, die demokratische Kontrolle schwächen und zudem die angebliche «Konkurrenzsituation» innerhalb der Stadt Zürich nicht wesentlich verändern. Eine Lösung könnte sein, das Unternehmen vollständig in die Verwaltung – also das EWZ –  zu integrieren und einen Plan für den schweizweiten Gasaustieg zu formulieren. 

 

Weitere Auskünfte:

Dominik Waser, Gemeinderat und Mitglied Spezialkommission TED/DIB, 079 313 98 02, dominik.waser@jungegruene.ch

Zürich, 1. Oktober 2025