Sehr geehrte Medienschaffende

Die GRÜNEN vermissen eine Gesamtschau, die über das Stadtgebiet hinausgeht, so wie dies der Kantonale Richtplan fordert. Die Chance wird verpasst, mittels einer Konzentration von Bootsplätzen Flachwasserzonen im ganzen Seegebiet von Bojen freizuspielen und ökologisch aufzuwerten. Stattdessen ersetzt die Marina nur ein paar städtische Bojenplätze am linken Seeufer.

Die Umweltverträglichkeitsprüfung der Marina zeigt auf, dass die ökologischen Ersatzmassnahmen den Anforderungen nur ganz knapp genügen. Einen ökologischen Mehrwert gibt es nicht.

Die Marina kommt nicht der breiten Bevölkerung zugute

Die Stadt finanziert vor allem Plätze für Motorboote von Einzelpersonen. Eine Bevorzugung von nicht-motorisierten Booten – eine Forderung der GRÜNEN – wurde abgelehnt. Die Jollensegler*innen verlieren Trockenplätze, ausgerechnet die Sportart, die mit den wenigsten Emissionen betrieben werden kann. Immerhin wurde erreicht, dass ein Drittel der Plätze für Sharing-Boote reserviert wird.

Die Marina verursacht zusätzlichen Individualverkehr

Die GRÜNEN forderten vergeblich ein Mobilitätskonzept und damit eine geringere Anzahl Parkplätze. Das Areal ist hervorragend an den öffentlichen Verkehr angebunden und in unmittelbarer Nähe gibt es bestehende Parkplätze. Nicht einmal der Verzicht auf eine teure und klimaschädliche Tiefgarage hat eine Mehrheit gefunden.

Die Marina beinhaltet neue Wasserschutzpolizei

Einige erfreuliche Verbesserungen haben in der zuständigen Kommission eine Mehrheit gefunden. Die neue Wasserschutzpolizei wird vom ursprünglichen Wunschprogramm auf das an diesem Standort Notwendige redimensioniert, der Uferbereich wird im ganzen Perimeter für den Fuss- und Veloverkehr erschlossen und die Zugänglichkeit der Mole wird für die Bevölkerung erweitert.

Als Ganzes bringt die Marina Tiefenbrunnen der breiten Bevölkerung zu wenig, ist für die Ökologie kein Gewinn und definitiv kein Beitrag zu den Netto-Null-Zielen der Stadt. Die GRÜNEN lehnen deshalb alle drei damit verbundenen Vorlagen ab: den öffentlichen Gestaltungsplan, die Teilrevision der Bau- und Zonenordnung sowie den Projektierungskredit.

 

Kontakt:

Jürg Rauser, Gemeinderat GRÜNE, Mitglied SK HBD, 079 467 75 55

Brigitte Fürer, Gemeinderätin GRÜNE, Mitglied SK HBD, 079 736 33 88