Einen Gang höher schalten – Velovorzugsrouten konsequent umsetzen
Am heutigen internationalen Tag des Velos macht die Velo-Community in der Stadt Zürich erneut auf die Situation im städtischen Veloverkehr aufmerksam. Unter dem Motto «Velorouten jetzt – Sicherheit statt Ideologie» wird deutlich: Die Erwartungen an die Zürcher Velopolitik sind weiterhin hoch.
Die zentrale Forderung der Velodemo ist dabei klar: Die Velovorzugsrouten müssen endlich vorangebracht werden. Das Zürcher Stimmvolk hat 2020 sich deutlich für deren Umsetzung bis 2031 ausgesprochen. Der aktuelle Stand zeigt jedoch, dass von den geplanten 50 Kilometer Velovorzugsrouten derzeit lediglich 5,36 Kilometer realisiert wurden. Gleichzeitig zeigt sich zunehmend ein weiteres Problem. Bereits umgesetzte Abschnitte werden teilweise durch Schleichverkehr beeinträchtigt, was die Sicherheit und Attraktivität für Velofahrende einschränkt. Damit wird ein zentrales Ziel der sicheren und durchgängigen Velovorzugsrouten untergraben. Für uns GRÜNE ist klar: Die bisherigen Fortschritte reichen nicht aus. Mit dem neu konstituierten Stadtrat gibt es frischen Wind in der Exekutive. Es braucht jetzt eine deutliche Beschleunigung bei Planung und Umsetzung sowie wirksame Massnahmen, um Velo-vorzugsrouten konsequent vom motorisierten Durchgangsverkehr freizuhalten. Die breite Unterstützung in der Bevölkerung und das Engagement der Velo-Community zeigen, dass die Politik handeln muss.
Es geht dabei nicht nur um Infrastruktur, sondern um die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden und um eine nachhaltige und klimaneutrale Entwicklung des städtischen Verkehrs. «Velorouten jetzt – Sicherheit statt Ideologie» ist das Motto der heutigen Velodemo. Und ein ideologisches Festklammern an alten Zeiten sehen wir auch in der Parkplatzkompromiss-Initiative. Den Initianten sind alle Mittel recht, um diese Abstimmung zu gewinnen. Seit letzter Woche hängen nun die Plakate und es fällt auf, dass die Initianten sich an einer Bildsprache orientieren, die sehr an den offiziellen Auftritt der GRÜNEN erinnert. Es ist uns neu, dass die Parteien hinter der Initiative in früheren Abstimmungen gendergerechte Sprache und die Farbkombination aus Grün und Magenta verwendet haben. Diese Art der Kampagnenführung verurteilen wir GRÜNEN scharf und dieses Vorgehen gleicht für uns einer Wähler*innentäuschung. Wir möchten deshalb an die Zürcher Bevölkerung appellieren: Vertrauen Sie dem Original. Wir GRÜNE stehen konsequent für eine fortschrittliche Velopolitik und wir sagen klar NEIN zum Parkplatzkompromiss am 14. Juni.
Kontakt:
Fabian Stieger, Gemeinderat
fabian.stieger@gemeinderat-zuerich.ch, 078 909 07 01