Sehr geehrte Medienschaffende

Hitze ist das grösste klimabedingte Gesundheitsrisiko. Besonders betroffen sind ältere Menschen, Kleinkinder, Menschen mit Vorerkrankungen sowie Personen, die in stark aufgeheizten Wohnungen leben und all jene die bei jeder Hitze trotzdem weiterarbeiten müssen. «Die Hitze ist nicht bloss unangenehm, sie ist tödlich. Jede grössere Hitzewelle übt Druck auf das Gesundheitssystem aus und führt zu Todesopfern. Die Stadt muss Verantwortung übernehmen, für ihre Bewohner*innen und für alle, die bei über 30 Grad weiterarbeiten müssen.», sagt Eticus Rozas, Co-Präsident der GRÜNEN Stadt Zürich.

Die Stadt hat mit der Fachplanung Hitzeminderung wichtige Grundlagen geschaffen. Was bislang fehlt, ist ein Dispositiv für den Akutfall und ein verbindlicher Schutz jener Menschen, die der Hitze am stärksten ausgesetzt sind. Mit einem breit angelegten Vorstosspaket verlangen die GRÜNEN vom Stadtrat konkrete Massnahmen in verschiedenen Bereichen:

Strategie, Koordination & Kommunikation

  • die rasche Einberufung einer städtischen Taskforce Hitze mit einem Notfalldispositiv für den Akutfall,
  • die Erarbeitung einer umfassenden Hitzeschutzstrategie inklusive Sensibilisierungs- und Informationskampagne,
  • ein Monitoring hitzebedingter medizinischer Notfälle und Todesfälle,
  • die systematische Erfassung hitzebedingter Spitaleinlieferungen sowie Einsätze von Schutz & Rettung.

Schutz von Arbeitnehmenden

  • ein verbindlicher Hitzeschutz für das Personal der Stadt Zürich – die Stadt geht als Vorbild voran und schützt ihre eigenen Mitarbeitenden,
  • das Engagement der Stadt bei Kanton und Bund für einen verbindlichen Hitzeschutz aller Arbeitnehmenden.

Grünräume & Abkühlung

  • angepasste Öffnungszeiten der städtischen Badeanlagen während Hitzeperioden 
  • zusätzliche Trinkbrunnen und Spiel- sowie Abkühlungsmöglichkeiten für Kinder,
  • mehr Schatten, konsequentes Entsiegeln und Zugang zu kühlen öffentlichen Räumen.

Verkehr

  • sowie verkehrspolitische Massnahmen wie die temporäre Sperrung ausgewählter Strassen für den motorisierten Individualverkehr ab einem definierten Temperaturgrenzwert.

Im Zentrum steht die Taskforce Hitze: Sie soll im Ernstfall die Massnahmen der Stadt bündeln, beschleunigen und sichtbar koordinieren – mit klaren Zuständigkeiten und vordefinierten Sofortmassnahmen. Denn Hitzewellen verlangen nicht nur langfristige Planung, sondern ein eingespieltes, sofort abrufbares Krisendispositiv.

Ihre Vorbildrolle als Arbeitgeberin nimmt die Stadt dort wahr, wo sie volle Kompetenz hat: bei den eigenen rund 30’000 Mitarbeitenden. Beim Schutz aller übrigen Arbeitnehmenden sind hingegen Kanton und Bund gefordert und genau hier wird zu wenig Verantwortung wahrgenommen. «Die Stadt handelt dort, wo sie kann, mit einer Hitze-Taskforce, die im Ernstfall schnell und koordiniert reagiert. Doch beim Schutz am Arbeitsplatz gibt es bis heute nur unverbindliche Empfehlungen, während Menschen bei der Arbeit über ihre Grenzen gehen. Hier müssen Kanton und Bund endlich ihre Verantwortung wahrnehmen», erklärt Gemeinderätin Janina Flückiger.

Mit ihrem Vorstosspaket wollen die GRÜNEN erreichen, dass Zürich besser auf zukünftige Hitzewellen vorbereitet ist und insbesondere jene Menschen schützt, die den grössten gesundheitlichen Risiken ausgesetzt sind. Angesichts der zunehmenden Zahl von Hitzetagen braucht es nicht nur langfristige Klimaschutzmassnahmen, sondern auch wirksame Anpassungsmassnahmen zum Schutz der Bevölkerung – als zentrale Aufgabe der öffentlichen Hand.

 Für weitere Auskünfte:

Eticus Rozas, Co-Präsident GRÜNE Stadt Zürich, 076 598 72 73

Janina Flückiger, Gemeinderätin, SK GUD, 076 549 52 30

Leonora Seiler, Co-Fraktionspräsidentin GRÜNE, 076 447 25 00