Stadt Zürich soll Spielgruppen stärken: Vier Vorstösse für bessere Startchancen für alle Kinder
Bezahlbare Angebote, geeignete Räumlichkeiten, gezielte Weiterbildung und bessere Information: Ein Vorstosspaket fordert den Stadtrat auf, die Rahmenbedingungen für Spielgruppen in Zürich zu verbessern.
Sehr geehrte Medienschaffende
Spielgruppen sind eine wichtige Ergänzung zu Kitas. Sie ermöglichen Kindern, erste soziale Erfahrungen ausserhalb der Familie zu sammeln, spielerisch ihre Sprache zu entwickeln und sich in einer Gruppe auf den Kindergarten vorzubereiten. Gleichzeitig bieten sie Familien eine niederschwellige Betreuungsmöglichkeit für wenige Stunden pro Woche. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur frühen Förderung und zu besseren Startchancen für alle Kinder.
Dennoch bestehen in der Stadt Zürich Lücken bei der Finanzierung, den Räumlichkeiten und dem Zugang zu Informationen. Mit vier Vorstössen fordern wir den Stadtrat auf, Spielgruppen gezielt zu stärken.
«Spielgruppen leisten einen wichtigen Beitrag zur frühen Förderung, werden in der Stadt Zürich aber noch zu wenig unterstützt. Es braucht bezahlbare Angebote, geeignete Räume, Weiterbildungsmöglichkeiten und eine bessere Information der Eltern. Mit unseren Vorstössen wollen wir die Rahmenbedingungen verbessern und mehr Familien den Zugang zu diesem Angebot ermöglichen», sagt Gemeinderätin Selina Walgis.
Frühe Förderung darf nicht vom Einkommen abhängen
Eine Motion fordert ein Subventionsmodell für Spielgruppen, damit Familien mit tiefem Einkommen einen finanziell gleichwertigen Zugang erhalten wie bei subventionierten Kitas und Tagesfamilien. Heute sind Spielgruppen vom städtischen Subventionssystem ausgeschlossen. Dadurch können finanzielle Hürden entstehen, die Familien den Zugang zur frühen Förderung erschweren.
«Es darf nicht vom Einkommen der Eltern abhängen, ob ein Kind eine Spielgruppe besuchen kann. Gerade in den ersten Lebensjahren werden wichtige Grundlagen für die sprachliche und soziale Entwicklung gelegt. Die Stadt muss deshalb auch bei Spielgruppen für einen bezahlbaren Zugang für alle sorgen», sagt Gemeinderat Yves Henz.
Bessere Bedingungen für Spielgruppen
Drei weitere Vorstösse setzen bei den Rahmenbedingungen an. Der Stadtrat soll prüfen, wie Spielgruppenleitende bei der Suche nach geeigneten und bezahlbaren Räumen unterstützt werden können. Zudem soll die Stadt ausgewählte Weiterbildungen, insbesondere in den Bereichen Sprachförderung und Inklusion, ganz oder teilweise finanzieren können.
Ein weiterer Vorstoss fordert eine flächendeckende Information der Erziehungsberechtigten über das Spielgruppenangebot. Denn nur wer die Angebote kennt, kann sie auch nutzen.
Gute Startchancen für alle Kinder
Die vier Vorstösse verfolgen ein gemeinsames Ziel: Spielgruppen sollen für Familien leichter zugänglich sein und ihre wichtige Aufgabe unter guten Bedingungen erfüllen können. Bezahlbare Angebote, geeignete Räumlichkeiten, qualifizierte Spielgruppenleitende und eine bessere Information der Eltern sind zentrale Voraussetzungen dafür.
Medienkontakte:
Selina Walgis, Gemeinderätin: 079 855 76 64, selina.walgis@gemeinderat-zuerich.ch
Yves Henz, Gemeinderat: 077 457 55 15, yves.henz@gemeinderat-zuerich.ch
Julia Hofstetter, Gemeinderätin: 079 671 08 03, juia.hofstetter@gemeinderat-zuerich.ch
Zürich, 21. Oktober 2026