Wir setzen uns für lebenswerte Quartiere ein – mit mehr Grün, günstigem Wohnraum und einer klimagerechten Stadtentwicklung in den Kreisen 4 und 5.

 

Unsere Vision

Grüne, klimagerechte Stadtentwicklung

Wir wollen ein grüneres Zürich: Wir engagieren uns für mehr Bäume, mehr Grünflächen und entsiegelte Quartiere. Denn eine klimagerechte Stadt ist keine Zukunftsvision, sondern eine Notwendigkeit: für die Gesundheit der Bewohner:innen, für die Artenvielfalt und für eine lebenswerte Stadt auch in heissen Sommern.

Bezahlbares Wohnen erhalten

Zürich wächst – und die Eigentümer:innen erhöhen die Mietpreise. Wir wollen, dass die Stadt auch für Menschen mit kleinem oder mittlerem Einkommen erschwinglich bleibt. Wir sorgen für mehr gemeinnützige Wohnungen, ein behutsames Weiterbauen statt Tabula rasa und für eine Beschränkung von Airbnbs und Businessapartements.

Nachhaltiger Verkehr: zu Fuss, per Velo, mit dem öV

Die Kreise 4 und 5 sind dicht bewohnt – umso wichtiger ist es, den Strassenraum klug aufzuteilen. Wir wollen den Fuss- und Veloverkehr konsequent fördern: sichere und direkte Velowege, breite Trottoirs und gut vernetzte Fusswege, die auch für Kinder und ältere Menschen selbstverständlich nutzbar sind. Wo der Fuss- und Veloverkehr an seine Grenzen stösst, braucht es einen leistungsfähigen öffentlichen Verkehr. Wir setzen uns für eine sinnvolle Ergänzung beider Systeme ein – mit dem klaren Ziel, den motorisierten Individualverkehr zu reduzieren, Strassenraum zurückzugewinnen und das städtische Klimaschutzziel von Netto-Null-Treibhausgasen bis 2030 zu erreichen.

Erreichtes

Kommunale Richtpläne Verkehr und Siedlung

Ein guter Richtplan ist das Fundament für eine nachhaltige Stadtentwicklung. Die kommunalen Richtpläne Verkehr und Siedlung legen fest, wie Zürich wachsen, sich verdichten und mobil bleiben soll. Wir konnten unsere Handschrift hinterlassen: mehr Gewicht für den Fuss- und Veloverkehr, eine konsequente Ausrichtung der Siedlungsverdichtung auf gut erschlossene ÖV-Lagen und das klare Bekenntnis: keine Kapazitätssteigerung für den motorisierten Individualverkehr.

Der Richtplan Siedlung verankert, dass Verdichtung immer eng verknüpft sein muss mit Freiraumentwicklung, Klimaanpassung, sozialverträglichem Wandel und dem Erhalt preisgünstigen Wohnraums – und nicht auf Kosten von gewachsenen Quartierstrukturen und Ortsbildschutz gehen darf. Die Zürcher Bevölkerung hat beide Richtpläne mit deutlicher Mehrheit angenommen – ein klares Bekenntnis zu einer zukunftsgerichteten Stadtentwicklung.

Baumschutz in der Bau- und Zonenordnung

Bäume kühlen die Stadt, verbessern die Luftqualität und machen Quartiere lebenswert – gerade in heissen Sommern. Mit unserer Motion haben wir einen sorgfältigeren Umgang mit Bäumen gefordert: Erhalt und Neupflanzung, bessere Wuchsbedingungen, durchgehende Baumscheiben und konsequenter Schutz bei Baustellen. Das Resultat: In der Bau- und Zonenordnung wurden Grundeigentümer:innen neu zum Erhalt und zur Neupflanzung von Bäumen verpflichtet. Eine wichtige Errungenschaft – besonders für die hitzegeplagten Kreise 4 und 5, wo Grünflächen und Schatten besonders fehlen.

Aktuelle Schwerpunkte

Hochhausgebiete stark reduziert

Hochhäuser verändern das Gesicht eines Quartiers grundlegend – und nicht immer zum Besseren. Sie verursachen rund 30% mehr CO2, sind teuer in der Erstellung und führen zu einem erhöhten Wohnflächenbedarf. Im Gemeinderat haben wir mitgeholfen, dass die Hochhausgebiete massiv reduziert wurden, und somit die Wohnquartiere Altstetten und Albisrieden von Hochhäusern verschont werden. Der Stadtrat möchte an seiner ursprünglichen Version festhalten – das letzte Wort ist noch nicht gesprochen. Am 27. September stimmen wir darüber ab. Wir bleiben dran und kämpfen für Richtlinien, die den gewachsenen Strukturen unserer Quartiere Rechnung tragen.

Schlachthof-Areal: endlich Freiraum für Kreis 4

Der Kreis 4 ist seit Jahrzehnten mit öffentlichen Freiräumen unterversorgt. Das Schlachthof- Areal bietet die Chance, das zu ändern – wenn es richtig genutzt wird. Wir setzen uns dafür ein, dass das Areal vielfältig genutzt wird: mit einem grosszügigen öffentlichen Freiraum, der Öffnung der historischen Bogenhalle für das Quartier sowie Platz für Zwischennutzungen und lebendiges Quartiergewerbe.

Josefareal: gemischt nutzen statt monofunktional verbauen

Das Josefareal gehört dem Quartier – und soll ihm auch dienen. Wir wehren uns dagegen, dass das Areal ausschliesslich mit einem Hallenbad und Werkhöfen belegt wird. Stattdessen braucht es eine gemischte Nutzung: Wohnungen für alle Generationen, öffentliche Freiräume und Angebote, die das Leben im Quartier bereichern. Gute Stadtentwicklung denkt über einzelne Nutzungen hinaus – und schafft Orte, an denen sich alle willkommen fühlen.

Bau- und Zonenordnung (BZO): Qualität vor Quantität

Die neue BZO ist eine Chance – aber auch ein Risiko. Wir setzen uns dafür ein, dass Verdichtung nicht bedeutet, Tabula rasa zu machen. Ein behutsames Weiterbauen im Bestand erhält günstige Wohnungen, bewahrt gewachsene Quartierstrukturen und ist gleichzeitig ein wirksamer Beitrag zum Klimaschutz – denn das klimafreundlichste Gebäude ist jenes, das nicht abgerissen wird. Mehr Freiräume ja – aber nicht auf Kosten gemeinnütziger Wohnungen.

Säulenhalle

Die Idee der Säulenhalle löst zwei Probleme auf einmal: Sie schafft unter der Hardbrücke einen neuen öffentlichen Platz und vermindert dadurch die Trennung der beiden Quartiere. Das Tram fährt neu neben statt unter der Hardbrücke und der Autoverkehr fährt konsequent auf der Brücke. So entsteht ein gedeckter Platz für Sport, Erholung, Gastronomie, Ateliers in Boxen und eine separate Velo-Express-Strecke.