GRÜNE Lösungen sind dringlicher denn je!
Auf die Klimawissenschaft ist Verlass, man muss nur auf sie hören. Was die Forscher*innen seit zwanzig Jahren vorhersagen, tritt jetzt ein. Die Durchschnittstemperatur ist in der Schweiz bereits um 3 Grad angestiegen und die Extremwetterereignisse nehmen zu: Dieses Jahr erfahren wir die extremste Hitze und Trockenheit seit Jahrhunderten. Im Hitzesommer 2018 haben wir 16 Hitzetage gezählt, bis dato sind es dieses Jahr 41!
Es ist wichtig zu verstehen, dass der Sommer 2026 nicht das Ende der Fahnenstange ist, sondern der Anfang einer Entwicklung, die sich in den kommenden Jahrzehnten beschleunigen und verstärken wird.
Die Folgen sind einschneidend und für alle spürbar. Menschen leiden unter Extremhitze, sie können nicht mehr schlafen, sich nicht konzentrieren, und leiden zusätzlich bei der Arbeit. Vor allem für vulnerable Personen kann eine solche Hitze tödlich enden, im Juni 2026 sind schweizweit 15% mehr Menschen gestorben als in den Jahren davor. In der überhitzten Stadt Zürich dürften es noch mehr sein.
Wir sehen nicht tatenlos zu! Deshalb haben wir GRÜNE bereits vor den Ferien ein Hitzepaket mit Massnahmen für die Stadt Zürich eingereicht. Es beinhaltet Massnahmen vom Ausbau der Brunneninfrastruktur, über Monitoring u.a. der Todesfälle, zu Beschattung und Hitzereduktion. Heute entscheiden wir über die Dringlichkeit zweier Vorstösse: für eine Hitze-Strategie sowie die Warnung der Bevölkerung vor Hitzerisiken. Wir hoffen sehr, dass wir hier auf eine breite Unterstützung zählen können.
Auch in den Medien wurde während des Hitzesommers viel über die Hitze und den Schutz vor ihr geschrieben. Dabei wurde oft die geringe Anzahl Gebäude, die mit aktiven Kühlsystemen ausgestattet sind, uns GRÜNEN angelastet. Doch das Gegenteil ist der Fall.
Durch das GRÜNE Energiegesetz werden im Kanton Zürich in fast 90% der Fälle alte Heizungen mit modernen Wärmepumpen ersetzt. Diese lassen sich grossmehrheitlich nicht nur zum umweltfreundlichen Heizen einsetzen, sondern auch zum Kühlen! Über Erdsonden lässt sich die im Sommer abgeführte Wärme sogar im Untergrund für den Winter speichern.
Während also so mancher Bundesrat von den Auswirkungen der Klimakrise überrascht wird, setzen wir GRÜNEN uns seit jeher für das Aufhalten der Klimakrise und für die Anpassung durch Begrünung, Wasser und wie eben erklärt durch technische Lösungen ein.
Wir fordern alle auf, sich unseren Bemühungen anzuschliessen, statt zu versuchen, sie zu verhindern und zu verzögern. So wie es die FDP und SVP gegen das Energiegesetz taten, wie es die Autofreunde mit Rekursen gegen grünere Strassen tun oder wie die FDP und ein Rekurstreiber gegen das Installieren von Wärmepumpen und somit der Möglichkeit auf Kühlung beim Schulhaus Aemtler tun.
Der Sommer 2026 führt uns eindrücklich vor Augen, dass wir vorwärts machen müssen.
Für mehr Informationen:
Leonora Seiler, Co-Fraktionspräsidentin, 076 447 25 00
Martin Busekros, Co-Fraktionspräsident, 076 560 55 31
Zürich, 19. August 2026