Wasserschutzpolizei Ersatzneubau am Mythenquai

Das instandsetzungsbedürftige Wachegebäude der Wasserschutzpolizei  soll durch einen zeitgemässen Neubau an gleicher Stelle ersetzt werden. Hinsichtlich Städtebau, Freiraum und Erschliessung ist der bestehende Standort weiterhin die bestmögliche Lösung. 

Die Erstellungskosten des Bauvorhabens belaufen sich auf 19,116 Millionen Franken, der Objektkredit einschliesslich Reserven beträgt 20,97 Millionen Franken.


Wir unterstützen das Vorhaben, da es ökologisch, raumbedarfsmässig/logistisch und ästhetisch Sinn macht.

 

Das Gebäude der Wasserschutzpolizei am Mythenquai wurde 1952 erbaut und 1979  mit einer solitär stehenden Doppelgaragenbox erweitert. Seit Ende der 1990er- Jahre steht auf dem Areal zusätzlich ein zweigeschossiges Containerprovisorium, um dem gestiegenen Personalbestand, den Anforderungen an eine geschlechtergetrennte Infrastruktur sowie dem gestiegenen Platzbedarf für Einsatzmaterial räumlich gerecht zu werden.


Die Wasserschutzpolizei unterhält zur Erfüllung ihrer primären Aufgaben in den Bereichen Gewässerpolizei, Seerettung, Öl-/Chemiewehr auf dem Wasser und die polizeiliche Verfolgung von Umwelt/Gewässerschutzdelikten auf dem ganzen Stadtgebiet einen durchgehenden Schichtbetrieb
(24 Stunden/365 Tage). Der zivile Teil der Wasserschutzpolizei (Hafenverwaltung und Werft / Werkstatt) sowie der Fachbereich Umweltdelikte und die Kommissariatsleitung befinden sich am Standort Tiefenbrunnen.


Raumprogramm
Erdgeschoss (EG) Bootshalle und Garage für Einsatzfahrzeuge, Diensteingang, Garderoben mit Nasszellen, Tauchraum; sämtliche «nassen» Abläufe finden im EG statt. ZüriWC

1. Obergeschoss (1. OG) Lager- und Gebäudetechnik-Räume, Ruheräume für Frauen und Männer

2. Obergeschoss (2. OG) Büros entlang der Fassade, Lagerfläche und Archiv; dazwischen liegt ein Riegel mit WC-Anlagen, Kommissariats-Garderobe, Infrastruktur- und IT-Raum, Abstandsraum mit WC, Rapport- und Aufenthaltsraum, Sitzungszimmer; öffentlicher Kundenbereich mit separatem Zugang über Aussentreppe, Kommandoraum

Vorfabrizierte Betonstützen und eine gedämmte Füllung mit einer hinterlüfteten Holzverschalung bilden die geschlossenen Fassadenflächen des EG und 1. OG. Im 2. OG werden die offenen Fassadenflächen (Fensterband) mit Holzlamellen verblendet. Dies dient einerseits dem sommerlichen Wärmeschutz, andererseits werden so die Arbeitsplätze vor Einblicken geschützt. Der Baukörper tritt durch die nüchtern gehaltenen Fassaden mit dem für ein Polizeigebäude erwünschten Mass an Zurückhaltung auf.

Die Wärmeerzeugung erfolgt mittels Erdsonden und Wärmepumpe. Im Sommer wird das Gebäude über dasselbe System sanft entwärmt.
Photovoltaik-Anlage: Die Anlage ist auf dem Flachdach des Gebäudes platziert, süd-orientiert und auf den Eigenverbrauch (rund 90 Prozent) optimiert. Die Anlage kann wirtschaftlich betrieben werden.
Der Neubau erreicht den Minergie-ECO-Standard und wird zertifiziert. Dazu tragen sowohl die gut gedämmte Hülle, die effiziente Wärmeerzeugung, das Einhalten des sommerlichen Wärmeschutzes, die Eigenstromproduktion sowie die ökologische Materialwahl bei.