Schulen & Kinderbetreuung

Die Schliessung von Schulen und Kindergärten war vermutlich ein zwingend notwendiger Schritt. Das bringt aber viele Familien in extrem belastende Situationen, unter anderem auch, weil die interfamiliäre Betreuung durch Grosseltern – auf Anweisung des Bundes - wegfallen muss. Das fragile Konstrukt, auf dem unsere Arbeitswelt und unsere Gesellschaft ganz selbstverständlich ruhte, wird deutlich sichtbar. Die Betreuung der Kinder, ob in der Schule, der Ganztagesschule, im Hort oder in der Krippe muss einerseits Qualitätsanforderungen entsprechen, andererseits muss die ausserfamiliäre Betreuung für alle Familien – egal in welcher Lebens- oder Finanzlage – finanzierbar sein. Dies nicht zuletzt, um die Chancengleichheit und damit Förderung aller Kinder sicherzustellen.

Beim Homeschooling wird der Bildungsrückstand von Kindern und Jugendlichen aus sozial benachteiligten Verhältnissen weiter anwachsen. So wird die ohnehin schon grosse soziale Selektivität des Schweizer Schulsystems verstärkt. In dieser Situation sollten die Lehrpersonen ein spezielles Augenmerk auf Kinder mit sozial benachteiligter Herkunft richten und sie gezielt zusätzlich (im Fernunterricht) fördern.

Auch Kinder mit Behinderungen können in dieser Krise nicht mehr angemessen betreut und gefördert werden, und ihre Eltern kommen an die Belastungsgrenze: Unterstützung ist dringend notwendig.

Lohnsituation: Die Mitarbeitenden von KITA’s werden von der Gesellschaft und der Politik viel zu wenig wertgeschätzt. Dies zeigt sich u.a. daran, dass auch in diesem Bereich die Löhne in der Regel tief sind und die Mitarbeitenden trotz Ausbildung keine existenzsichernden Löhne erreichen können. Die Betreuung unserer Kinder muss auf eine vernünftige Basis gestellt werden (hierzu auch unsere Forderungen für Betreuung und Pflege).