Schule Freilager

Do 07.02.19

Die Fraktion der Grünen sagt NEIN zu einem Schulhaus, das schon beim Bezug offensichtlich zu klein sein wird.

Zur geografischen Lage: Westlich vom geplanten Schulhaus Freilager - in 400 m Entfernung - befindet sich die Schule Untermoos, östlich vom Schulhaus Freilager, 700 m davon entfernt, liegt die Schule Utogrund. Das geplante Schulhaus Freilager liegt also zwischen den Schulen Untermoos und Utogrund.

Heute ist es so, dass das Utogrund ein reines Unterstufenschulhaus ist. Nach der 3. Klasse wechseln die Schülerinnen und Schüler ins Untermoos. Gemäss aktualisierter Prognose Schulraumplanung datierend vom 18. Dezember 2018 werden im August 2025
41 Primarklassen an diesen 3 Schulen erwartet.

Die Kapazitäten von diesen drei Schulhäusern: Im Untermoos haben (ohne Pavillon) 12 Primarklassen Platz, im Freilager sind 15 Regelklassen vorgesehen und im Utogrund sind es maximal 6 Klassen (momentan werden im Utogrund nur 4 Klassen unterrichtet, da dieses Schulhaus klein ist). Die Kapazität an diesen drei Schulen beträgt also zusammen maximal 33 Primarklassen.

Es fehlt also, im August 2025 in diesem Perimeter, Schulraum für mindestens 8 Primarklassen. Weil in den letzten Jahren die Prognose für die Anzahl Schülerinnen und Schüler im Schulkreis Letzi chronisch zu tief war, wird voraussichtlich im betrachteten Gebiet sogar Schulraum für 12 Klassen fehlen. Trotz dem Bau eines neuen Schulhauses werden also Züri-Modular-Pavillons weiterhin notwendig sein. Das sieht auch die offizielle Schulraumplanung so: Im August 2025 werden mindestens zwei Pavillons auf der Schulanlage Untermoos stehen - wo sie heute schon sind und den Schülerinnen und Schüler einen Teil ihrer Spiel- und Sportwiese wegnehmen.

Und ein Pavillon ist beim Schulhaus Utogrund vorgesehen. Er ist bereits in Planung, im Jahr 2021 soll er aufgestellt werden. Dort einen Pavillon aufzustellen ist äusserst problematisch, da das Schulareal Utogrund – ohne die Sportanlage Utogrund gerechnet – eine der kleinsten Schulareale in der Stadt Zürich ist. Der Pavillon nimmt den Schülerinnen und Schülern den Freiraum weg, den sie für Bewegung und Entspannung in der Pause brauchen. Und dieser Freiraum wird noch wichtiger im Hinblick auf die Tagesschule 2025, bei der 95% der Kinder über Mittag auf dem Schulareal sein werden. Die Schülerinnen und Schüler  brauchen Pausenplätze und Spielweisen: Diese Freiräume sind enorm wichtig für die physisch und psychisch gesunde Entwicklung der Kinder.

Es ist Unsinn, das neue Schulhaus Freilager so zu bauen, dass es nach dem Bezug noch drei ZM-Pavillons in der Umgebung braucht. Langfristig werden dort noch mehr Pavillons notwendig sein, da das Einzugsgebiet der Schule im neuen kommunalen Richtplan als Gebiet mit baulicher Verdichtung über die BZO 2016 hinaus markiert ist. Daher ist in der Planung Freilager sogar ein Platz von 450 m2 auf dem Schulareal reserviert für einen Pavillon. Das ist definitiv das Eingeständnis, dass das Schulhaus Freilager zu klein geplant ist.

FAZIT: Familiengärten werden geopfert für ein Schulhaus, das kurz nach dem Bezug bereits zu klein ist. Wir Grünen sagen NEIN zu dieser Fehlplanung und fordern, das Projekt zu überarbeiten: Das Schulhaus Freilager soll einen Stock höher als geplant gebaut werden; das heisst, dreigeschossig statt zweigeschossig. Das ist problemlos möglich in den Zone Oe5F. Ein geringfügig höheres Schulhaus passt auch gut zu den Hochhäusern der benachbarten Siedlung Freilager. Durch eine solche Aufstockung wird die Kapazität der Schule Freilager um 9-12 Klassen grösser als jetzt geplant. Mit dieser Forderung nehmen wir Grünen eine Verzögerung um 1 bis 2 Jahre in Kauf. Dafür hat das Schulhaus Freilager nachher genug Platz und alle Pavillons in der Umgebung können abgebaut werden.

 

Kontakt: Balz Bürgisser, Gemeinderat, 076 232 56 54

Markus Kunz, Gemeinderat, Fraktionspräsident, 079 463 28 45