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Hier den Jahresbericht 2017 der Grünen 4/5 lesen


Zürich, 19. Juli 2018

Die Grünen in den Kreisen 4 und 5 sagen Nein zum Renditeobjekt auf dem Hardturm-Areal

Keine weitere städtebauliche Sünde in Zürich West

Als direkt betroffene Kreispartei haben sich die Grünen in den Kreisen 4 und 5 an einer Mitgliederversammlung schon vor der Abstimmung im Gemeinderat mit dem Neubauprojekt auf dem Hardturm-Areal auseinandergesetzt. Unseres Erachtens vermag das Projekt aus städtebaulichen Gründen nicht zu genügen. Es ist das Resultat einer renditegetriebenen Planung ohne Rücksicht auf die Bedürfnisse im Kreis 5. Insbesondere vermag das Projekt den heute schon bestehenden Mangel an Grün- und Freiräumen nicht zu beheben. An dieser Einschätzung mag auch nichts zu ändern, dass die Stadt Zürich für viel Geld sanierungsbedürftige Liegenschaften der CS irgendwo in dieser Stadt erwerben darf. Die Mitgliederversammlung hat deshalb einstimmig die Nein-Parole zu den Baurechtsverträgen auf dem Hardturm-Areal beschlossen.


Der äussere Kreis 5 hat in den letzten Jahren eine massive Bautätigkeit erlebt. Immer neue Bürobauten und relativ wenige Wohnungen – in einer für Zürich bisher unbekannten Dichte – sind hochgezogen worden. Was für eine gut durchmischte Stadt weitgehend auf der Strecke geblieben ist, sind einerseits preisgünstige Wohnungen, andererseits aber auch die für so viele Menschen notwendigen Grün- und Freiräume. Auf dem letzten grossen städtischen Areal muss jede Planung diese Defizite wenigstens ansatzweise kompensieren. Genau das passiert mit dem vorgeschlagenen Projekt auf dem Hardturm-Areal aber nicht.

Zwei komplett überdimensionierte Wohntürme sollen nicht nur ein Stadion finanzieren, sondern auch die Rendite einer Grossbank garantieren. Neben dieser garantierten Rendite müssen die MieterInnen auch noch das Stadionprojekt finanzieren und ein Einnahmenverzicht der Stadt Zürich verändert die Finanzströme noch einmal zugunsten der Grossbank.

Ziel der Stadt Zürich muss es sein, mit einer qualitativ hochstehenden Stadtplanung die heute bestehenden Defizite zu verringern. Ideen dafür gilt es in den nächsten Jahren zu entwickeln. Dabei darf man sich durchaus auch die nötige Zeit lassen, muss doch das, was wir heute planen, für die nächsten 50 Jahre Bestand haben. Und Qualität im Städtebau darf durchaus auch etwas kosten, so wenn z.B. auf eine maximale Ausnutzung des Areals verzichtet wird. Die begrünte Brache, die sich die AnwohnerInnen bis heute erschaffen haben, gilt es in die weiteren Planungen einzubeziehen.

Bis dahin soll die heute bestehende Nutzung mit der begrünten Stadionbrache, aber auch mit einem der letzten und offen nutzbaren Freiräume in der Stadt bestehen bleiben. Dass das Bedürfnis für solche Freiräume besteht, zeigen die rund 50'000 BesucherInnen der Stadionbrache eindrücklich.