Grüner O-Ton: Quartierlädeli erhalten!

Mi 05.07.17

Aus dem Gemeinderat: Marcel Bührig zum Lädelisterben

«Die Stadt sollte alles mögliche tun, um Quartierlädeli zu schützen und zu bewahren. Auch mit dem Kauf von Liegenschaften und Boden in der Stadt.»

 

Wer geht nicht am Samstagmorgen am liebsten zur Bäckerei um die Haustüre oder kauft seine Milch beim Tante-Emma-Laden um die Ecke ein? Leider gibt es von diesen Läden nicht mehr allzu viele, immer mehr werden sie von grossen Lebensmittelketten und dem Online-Handel verdrängt. Wenn die Mieten steigen, dann wird es nicht nur in den Wohnungen ungemütlich, sondern auch in den Gewerbeliegeschaften, auch hier ist der Preiskampf nach oben keine Neuheit mehr. Als Stadt müssen wir aber auch diesen Gewerberaum schützen und erhalten, das heisst wir dürfen nicht nur günstige Wohnungen bauen, auch das Quartierlädeli braucht eine verträgliche Miete.

 

Die Bürgerlichen schützen gerne Pharma-Riesen und Rohstoff-Konzerne, doch die kleinen Läden in den Dörfern und den Städten sind ihnen egal, denn die Profite der Immobilien-Konzerne sind ihnen bekanntlich wichtiger. Daher ist es wichtig, dass die Stadt alles mögliche unternimmt um 1.) die bestehenden Quartierläden zu schützen und 2.) vermehrt auch Gewerbeliegeschaften zur Kostenmiete anzubieten, um auch weiterhin originelle, kleine und familiengeführte Geschäfte zu ermöglichen. Und dafür muss man auch vermehrt Boden der Immobilienspekulation entziehen, um Vertrautes zu bewahren.