Frauenstreik

Der «Dennerplatz» soll «Emilie-Lieberherr-Platz» heissen!

In einem demokratischen Verfahren haben die Grünen Frauen der Stadt Zürich am Frauenstreiktag einen Namen für den «Dennerplatz» gekürt. Der Platz zwischen Langstrasse 216 und 230 soll künftig «Emilie - Lieberherr - Platz» heissen.

Anlässlich des Frauenstreiks haben die Grünen Frauen den «Dennerplatz» im Kreis 5 an der Langstrasse besetzt und zum gemeinsamen Streiken eingeladen.

Der «Dennerplatz» wurde bewusst als Streikort gewählt, da dieser Platz als einer der wenigen in der Stadt Zürich noch keinen Namen hat. Dies soll sich nun ändern. In einem demokratischen Verfahren luden die Grünen Frauen am Frauenstreiktag alle dazu ein, den Namen ihrer Favoritin in die Urne zu legen.

«Dieser Platz soll nach einer Frau benannt werden, da heute die meisten Strassen und Plätze nach Männern benannt sind. Dies wiederspiegelt klar die patriarchalen Strukturen unserer Gesellschaft. Dem wollen wir mit dieser Platztaufe entgegen halten», sagt Katharina Prelicz-Huber, Gemeinderätin und Nationalratskandidatin der Grünen.

100 Frauen und Männer haben an der Abstimmung teilgenommen.

Dabei wurde mit einem klaren Resultat der Name von «Emilie Lieberherr» auserkoren. Emilie Lieberherr (1924–2011) war von 1970-1994 Stadträtin der Stadt Zürich und sass für den Kanton Zürich von 1978-1983 im Ständerat. Ausserdem war sie die erste Präsidentin der Eidgenössischen Kommission für Frauenfragen. Marionna Schlatter, Kantonsrätin und Ständeratskandidatin der Grünen freut sich: «Dass Emilie Lieberherr die meisten Stimmen gemacht hat und der «Dennerplatz» somit nach einer Politikerin benannt werden soll ist ein tolles Zeichen.»

Für die Umsetzung der Platztaufe wird sich Elena Marti dann im Gemeindeparlament und bei der Strassenbenennungskomission einsetzen.