Wohnen: Bezahlbar und ökologisch hochwertig

Vision

Für die Menschen in Zürich gibt es ein attraktives, innovatives und zukunftsweisendes Angebot an Wohnungen. In allen Quartieren stehen sowohl genügend ökologisch hochwertige und zahlbare Wohnungen wie auch genügend subventionierte Wohnungen zur Verfügung. Das Angebot an Wohnformen ist vielfältig und wird laufend weiter entwickelt. Die geschickte Verdichtung verstärkt den sozialen Zusammenhalt und schafft attraktive Grünräume in nächster Wohnumgebung. Der Boden ist der Spekulation entzogen und gehört der Allgemeinheit.

Ziele

  • Der Stadt stehen für den Ankauf von Land und Liegenschaften und für Abschreibungsbeiträge genügend finanzielle Mittel zur Verfügung.
  • Die Stadt ist mit ihrer neuen Wohnbaustiftung «Einfach wohnen» eine Vorreiterin beim Bau von ökologischen und bezahlbaren Wohnungen.
  • Die Wohnfläche sinkt auf unter 40m² pro Kopf.
  • Autofreies Wohnen ist der Normalfall.
  • In der Stadt entstehen zahlreiche innovative Wohnprojekte, wie z.B. Clusterwohnen und durchmischte Nachbarschaften, welche der Vielfältigkeit der Stadtbevölkerung gerecht werden.
  • Der Anteil der subventionierten Wohnungen wird auf 20% der gemeinnützigen Wohnungen gesteigert.
  • Mit geeigneten planungsrechtlichen Massnahmen wird der Anteil an gemeinnützigen und subventionierten Wohnungen gesteigert.

Hintergrund

Städtisches Wohnen hat in den letzten Jahren an Attraktivität gewonnen. Auf dem freien Markt werden Wohnungen zu unanständig hohen Preisen angeboten. Das führt zu massiven Veränderungen in der sozialen Struktur der Quartiere. Ärmere Menschen, der Mittelstand und Familien, aber auch das Gewerbe werden verdrängt. Auf der anderen Seite machen Investoren sehr hohe Gewinne. An attraktiven Wohnlagen steigt die Wohnfläche pro Kopf an und die soziale Durchmischung der Bevölkerung nimmt ab.

Mit der Verankerung des Grundsatzartikels in der Gemeindeordnung wurde die Richtung vorgegeben: Ein Drittel aller Mietwohnungen sollen dem Prinzip der kostendeckenden Mieten verpflichtet sein. Um dieses Ziel zu erreichen, muss die Stadt selber Wohnungen bauen, Grundstücke im Baurecht an Genossenschaften abgeben und Grundstücke für die städtischen Stiftungen zur Verfügung stellen. Dazu gilt es, den Erwerb von Grundstücken und Liegenschaften zu forcieren und das vorhandene Wohnangebot sinnvoller zu nutzen. Neben der Schaffung von Wohnraum für Familien, Studierende und ältere Menschen braucht es auch neue Wohnformen, welche Menschen mit Interesse an mehr Gemeinschaft, Ökologie und Verbindlichkeit im Wohn­umfeld ansprechen.

Konkrete Forderungen

  • Die Stadt setzt sich dafür ein, dass mit Gestaltungsplänen der Anteil an gemeinnützigem Wohnraum auf privatem Grund erhöht wird, z.B. auf dem Neugass-Areal der SBB.
  • Soziale und ökologisch innovative Wohnformen werden in den stadteigenen Liegenschaften und bei privaten Bauträgern gefördert, die Stadt übernimmt darin eine Vorreiterrolle.
  • Die Stadt fördert eine menschenfreundliche Siedlungsarchitektur.
  • Die baurechtlichen Hürden für Autofreies Wohnen werden abgebaut.
  • Zürich schafft gute Rahmenbedingungen für eine schnelle Realisierung von Wohnungen, insbesondere mit der neu gegründeten Stiftung für bezahlbare und ökologische Wohnungen.

Grüne Erfolge

  • Bei der Abstimmung 2013 hat die neue «Stiftung für bezahlbare und ökologische Wohnungen» eine Zustimmung von 75% bekommen.
  • Die Initiative und die daraus entstandene Stiftung haben bereits im Vorfeld zu einem Umdenken beim Wohnflächenverbrauch geführt.
  • Die Stiftung baut nun ihre erste Siedlungen: in Altstetten für Junge in Ausbildung und für Asylsuchende sowie in Unterstrass die Siedlung Guggach III.
  • Die Grünen fordern seit langem einen «Fonds de roulement», d.h. Einnahmen aus Liegenschaftsverkäufen ausserhalb der Stadt werden für Liegenschaften- oder Landkäufe innerhalb der Stadt verwendet. Eine Motion für einen Wohnraumfonds ist eingereicht, der Stadtrat ist bereit, die Motion entgegen zu nehmen.
  • Autoarmes Wohnen wird in der Stadt immer mehr gefördert und gelebt, z.B. Kronenwiese.