Verkehr: Mobilität schlau erfüllen

Vision

Die personenbezogenen Mobilitätsbedürfnisse können in der Stadt zu Fuss, mit dem Velo oder mit dem ÖV abgedeckt werden. Der Gütertransport wird mit dem jeweils passenden Gefährt (vom Lastenvelo bis zum Kleintransporter) effizient abgewickelt. Car-Sharing-Fahrzeuge erset­zen die Privatfahrzeuge; Bus, Tram und Gewerbe haben freie Fahrt.

Ziele

  • Zu Fuss Gehende können sich gefahrenlos überall in der Stadt bewegen.
  • Ein flächendeckendes Veloroutennetz ist spätestens bis 2025 fertig gebaut.
  • Tempo 30 ist bis in zehn Jahren flächendeckend Standard auf dem Stadtgebiet, ergänzt durch Tempo 20 in Quartierkernen.

Hintergrund

Es ist erst etwas über hundert Jahre her, als die Strassen der Stadt Zürich den zu Fuss Gehen­den, den Velofahrenden und der einen oder anderen Pferdekutsche sowie den Trams gehörten. Erst in den letzten Jahrzehnten fuhr der Eroberungszug der Automobilisten gnadenlos durch die Stadt und machte aus dem öffentlichen Raum eine Rennbahn für Tonnen von Stahl auf Rä­dern. Diese Ent­wick­lung, die technisch rückschrittlich und den städtischen Lebensbedingungen nicht angepasst ist, muss wieder rückgängig gemacht werden. Die Strassen gehören allen!

Die Verkehrsflächen in der Stadt Zürich sind heute primär Autoabfertigungsachsen. Fussgän­ger­­Innen stehen in Zürich 9 m² Fussverkehrs-Infrastruktur pro Kopf zu Verfügung. Pro ÖV-nutzender Person sind es 12 m² und pro VelofahrerIn 15 m². Den AutofahrerInnen stehen hin­gegen 125 m² Autoverkehrsfläche pro Kopf zur Verfügung! Das ist stossend, werden doch die kommunalen Strassen einzig und allein über Steuern finanziert, womit das Autofahren massiv quersub­ven­tio­niert wird. Und das, obwohl das Auto kein sinnvolles urbanes Verkehrsmittel ist.

Konkrete Forderungen

  • Ein radikales Umdenken ist nötig. Wir wollen mehr Platz und mehr Aufenthaltsqualität für Fuss­gängerInnen, zudem eine klare Priorisierung für FussgängerInnen, Velofahrende und ÖV-Nut­zen­de bei der Aufteilung des Strassenraumes.
  • Dazu gehört nicht zuletzt, dass der Verkehr entschleunigt wird, z.B. mit flächendeckendem Tempo 30 und mehr Zonen mit Tempo 20.
  • Schliessung der frappanten Lücken im Veloroutennetz der Stadt Zürich und Ergänzung von Velo-Infrastruktur auch an Verkehrsknotenpunkten. Umsetzung des Masterplan Velo.
  • Abbau von Parkplätzen in Zürich. Aufhebung des historischen Parkplatzkompromisses.
  • Verteuerung der weissen Zone und Verzicht auf Mindest­park­platz­anzahl für Private.

Grüne Erfolge

  • Der Masterplan Velo, der von zwei Grünen Stadträten erfunden wurde, zeigt endlich konkret auf, wo die Velorouten durchgehen und mit welchen Standards die Stadt diese bauen will.
  • Autofreies Wohnen ist dank den Grünen in Zukunft möglich. Überteuerte Bauten auf Grund überflüssiger Tiefgaragen gehören bald der Vergangenheit an.
  • Die flankierenden Massnahmen zum Uetlibergtunnel brachten die erwünschte Beruhigung entlang der ehemaligen Transitachsen.