Stadtentwicklung: Verdichtung nach innen

Vision

Die Stadt ist ein sozial und funktional durchmischter Lebensraum. Eine kluge Verdichtung führt zu kurzen Wegen und lebendigen Quartieren. Der sorgsam gestaltete und begrünte öffentliche Raum ist Aufenthalts- und Begegnungsort der Bevölkerung. Vitale Nachbarschaften sind die Bausteine des städtischen Lebens, weshalb Zürich eine hohe Lebensqualität für alle Bevölkerungsteile aufweist.

Ziele

  • Die Stadt wird dichter, gleichzeitig aber auch grüner und durchmischter. Die Gentrifizierung wird gestoppt.
  • Die Stadt wendet konsequent eine Mehrwertabschöpfung an, womit öffentliche Infrastruktur finanziert wird.
  • Der öffentliche Raum ist für alle Menschen zugänglich. Es wird mehr Raum für öffentliche Nutzungen geplant. Brachflächen und Zwischennutzungen werden zugelassen und gefördert.
  • Das Ziel in der Gemeindeordnung bezüglich kostengünstiger Wohnungen wird konsequent weiterverfolgt.
  • Die Zentralisierung von Dienstleistungsangeboten und deren Abbau in den Quartieren werden gestoppt. Service Public muss für alle EinwohnerInnen möglichst einfach zugänglich bleiben.

Hintergrund

Zürichs Stadtbevölkerung nimmt stetig zu. Bis 2030 wird ein Plus von rund 80‘000 Menschen erwartet. Der Raum wird knapper, Verdrängungsprozesse nehmen zu, Verdichtung ist das Gebot der Stunde. Dieser Prozess muss aber sozial und ökologisch verträglich stattfinden. Der Ausweg «nach oben» mit Hochhäusern ist sowohl städtebaulich wie auch ökologisch nicht immer sinnvoll. Vielmehr muss eine Verdichtung «nach innen» erreicht werden.

Zürich verfügt heute über eine Verdichtungsreserve von rund 13 Mio. m2. Die aktuelle Raumplanung lässt das Wachstum um 80‘000 Menschen ohne weiteres zu. Die grosse Herausforderung liegt bei der Preisentwicklung durch Spekulation und an der Verknappung des Bodens. Dies führt zur Verdrängung von Bevölkerungsgruppen mit geringem Einkommen und von lokalem Gewerbe, sowie zur Reduktion des Grünraums. Der Ausbau des gemeinnützigen und des subventionierten Wohnbaus muss daher konsequent vorangetrieben und lokales Gewerbe in allen Quartieren ermöglicht werden.

Nach wie vor vorhanden ist das Bedürfnis nach attraktivem öffentlichen Raum. Dessen Sicherung und Aufwertung ist wichtig. Die Frei- und Grünraumplanung ist Voraussetzung für die bauliche Entwicklung.

Konkrete Forderungen

  • Der Wohnbauartikels (Art. 2quater der Gemeindeordnung) muss unter anderem durch eine aktive Bodenpolitik der Stadt Zürich umgesetzt werden.
  • Der Bau von subventionierten Wohnungen muss vermehrt gefördert werden.
  • Die Stadt Zürich muss  sich für eine griffige Mehrwertabschöpfung und aktive Umsetzung der kantonalen Gesetzgebung einsetzen. Bei städtischen Gestaltungsplänen muss eine Mehrwertabschöpfung eingefordert werden.
  • Die Erkenntnisse der Klimaanalyse sowie der städtischen Energieplanung müssen umgesetzt werden.
  • Die im Mai 2017 angenommene Grünstadt-Initiative muss unverzüglich umgesetzt werden

Grüne Erfolge

  • Dutzende von Massnahmen im neuen Regionalen Richtplan zum Umweltbereich stammen aus Grüner Feder.
  • Der Gegenvorschlag zur Grünen «Grünstadt-Initiative» wurde am 21. Mai 2017 mit rund 80 % JA-Stimmen angenommen.
  • Die städtische Stiftung für preisgünstigen und ökologischen Wohnbau «Einfach wohnen», die auf eine Grüne Initiative zurückgeht, arbeitet bereits an zwei konkreten Projekten.