Migration und Asyl

Vision

In der Stadt Zürich sollen Menschen aus der ganzen Welt auch in Zukunft friedlich nebenein­ander leben können. Alle Menschen sind in die Gesellschaft integriert. Asylsuchende leben nicht mehr abgeschottet in Asylzentren, sondern in den Zürcher Quartieren. AusländerInnen, welche die Einbürgerungskriterien erfüllen, haben einen Rechtsanspruch auf Einbürgerung. Die anderen können das kommunale Stimmrecht ausüben.

Ziele

  • Wir pflegen eine Willkommenskultur für alle Menschen, die in Zürich leben.
  • Kinder von Zugewanderten, insbesondere solcher, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, werden von der Stadt so lange gefördert, bis sie keine schulischen Nachteile mehr haben.
  • Schrittweise Erhöhung des Etats für Entwicklungszusammenarbeit auf 1%.

Hintergrund

Migration ist in einer globalisierten Welt ein Fakt. Gerade die Schweiz muss sich im Klaren darüber sein, dass sie nicht nur ein Auswandererland ist, sondern vor allem auch massiv und seit jeher von den Ein­wanderern profitiert hat.

Migration bringt Herausforderungen, vor allem aber Chancen. In Zürich bietet sie, anders­lauten­dem Geschrei zum Trotz, keine Probleme. Wenn aktuelle Entwicklungen wie Wohnungs­not oder volle Züge auf die Zuwanderung zurückgeführt werden, ist das objektiv falsch. Sie sind viel mehr Zeichen unserer wachsenden Anforderungen.

Die Stadt Zürich ist ein Paradebeispiel, dass ein Neben­- und Miteinander von Menschen aus verschie­densten Kulturen nicht nur möglich, sondern auch bereichernd ist. Die Ausbildungs­möglichkeiten in Zürich sind weltweit von höchster Qualität und ziehen auch viele Menschen aus dem Ausland an. Die Stadt Zürich soll aber, wie teilweise während dem 2. Weltkrieg, auch ein sicherer Hafen für Menschen auf der Flucht sein. Asylsuchende sollen hier fair und ohne Vorurteile behandelt werden. Dass die Stadt Zürich ein Asylzentrum vom Bund übernimmt, begrüssen wir. Die Stadt muss aber bei der Umsetzung autonom bleiben. Dort, wo Asylsuchen­de schon heute in die Wohnsiedlungen oder Quartiere eingebun­den sind, herrscht ein gutes und friedliches Klima. Dieses gilt es zu bewahren. Soziale Brandstiftung lehnen wir ab.

Konkrete Forderungen

  • Die Stadt setzt sich aktiv für Chancen- und Lohngleichheit von AusländerInnen ein.
  • Sie plant ihre Asylzentren autonom und verzichtet auf Ausgangsperren. Asylsuchende sollen zudem die Möglichkeit haben, einer Beschäftigung nachzugehen.
  • AusländerInnen sollen am politischen Prozess in der Stadt teilnehmen können. Die Einbür­ge­rungs­hür­den werden auf den nationalen Mindeststandard gesenkt.
  • Nicht-deutschsprachige Kinder sind so zu fördern, dass sie dem Schulun­ter­richt folgen können.
  • Wir fordern kostenlose Deutschkurse für Zugewanderte aller Alters­klassen.

Grüne Erfolge

  • Die kantonale Bürgerrechtsverschärfung wurde 2012 dank den Grünen verhindert.
  • In der Stadt Zürich bürgert der Stadtrat und nicht der Gemeinderat ein. Unsägliche öffentliche Bürgerrechtsdebatten im Parlament gehören damit der Vergangenheit an.
  • Dank einer im Parlament überwiesenen Motion der Grünen wird die 6-Jahresfrist in Zürich, die als unnötige Einbürgerungshürde von der Stadt gilt, bald abgeschafft.