Grün- und Freiräume: für Natur und Erholung

Vision

Zürich ist eine grüne Stadt. Grünraum wird bewusst gefördert und gepflegt und ist wirksam geschützt. Grün wird vielfältig eingesetzt, seien es Bäume und Hecken, blühende Baumscheiben, Vertikalbegrünungen, Dachgärten oder Bachläufe. Die Grünräume dienen Menschen, Tieren und Pflanzen als Erholungs- und Lebensraum, sie kühlen die Stadt und nehmen überschüssiges Regenwasser auf. Versiegelte Flächen sind im Stadtbild auf das nötige Minimum reduziert und weichen attraktiven Grünräumen.

Ziele

  • Das Grünvolumen in der Stadt wird kontinuierlich gefördert und vergrössert. Grundlage dazu bietet der Artikel 2septies in der Gemeindeordnung.
  • Bäume sind auf dem ganzen Stadtgebiet geschützt.
  • Die Massnahmen der Klimaanalyse werden umgesetzt zur Förderung eines guten Stadtklimas.
  • Im kommunalen Richtplan werden Grünräume geplant und behördenverbindlich gesichert.

Hintergrund

Grundstein ist die Grünstadt-Initiative (Zweckartikel in der Gemeindeordnung). Damit ist die Stadt verpflichtet, in allen Quartieren ökologisch wertvolle Grünräume zu erstellen bzw. zu sichern. Mehr Grünräume tragen zu einem guten Stadtklima bei und verringern die Anzahl der hochsommerlichen Tropennächte. Dabei geht es nicht um grosse Parks, sondern auch kleine Pocket-Parks, Fassaden- oder Dachbegrünungen, begrünte Baumscheiben und insgesamt mehr Grünvolumen führen zum Erfolg: Die Pflanzen binden Staub und CO2, sorgen für kühlen Schatten, senken die Temperatur im Sommer und befeuchten die Luft.

Äusserst wichtig für das Stadtklima sind die Bäume. In Zürich sind sie aber– im Gegensatz zu anderen Städten – nicht wirksam und vor allem nicht auf den ganzen Stadtgebiet geschützt. Das muss nachgeholt werden, da sie essentiell für das Stadtklima sind. Die Klimaanalyse aus dem Jahr 2011 zählt verschiedene Massnahmen auf. Diese müssen nun umgesetzt und der Grünflächen-Anteil vergrössert werden. Sowohl im Hinblick auf den Klimawandel wie auch angesichts der inneren Verdichtung werden Parks und Grünräume immer wichtiger. In der Legislatur 2018 - 2022 wird der kommunale Richtplan verabschiedet. Hier werden die Weichen gestellt, wie es mit dem Grünraum in der Stadt Zürich weitergehen wird.

Konkrete Forderungen

  • Ein wirksamer Baumschutz wird für das ganze Stadtgebiet umgesetzt.
  • Auf dem ganzen Stadtgebiet wird das Grünvolumen gesteigert (Pocket-Parks, Einzelbäume, Grünfassaden, usw.)
  • Es werden mehr attraktive  Grün- und Freiflächen für die Bevölkerung geschaffen.
  • Massnahmen zum Schutz des Stadtklimas werden geprüft und umgesetzt.
  • Im kommunalen Richtplan sind Grünräume eingetragen, damit ist behördenverbindlich der nötige Raum gesichert.

Grüne Erfolge

  • 70 % JA-Anteil für die «Grünstadt-Initiative»
  • diverse Grüne Erfolge im regionalen Richtplan für mehr Grünraum
  • Motion zur Erarbeitung von Grundlagen und zur Sicherung von Vernetzungskorridoren im kommunalen Siedlungsrichtplan überwiesen
  • Motion zur Erhaltung der Biodiversität in öffentlichen Parks und privaten Gärten auf Stadtgebiet überwiesen und umgesetzt
  • neu wird die Anzahl der ökologisch wertvollen Flächen im Budget von Grün Stadt Zürich ausgewiesen
  • Habitat der Zahnlosen Schliessmundschnecke (Rote Liste) vor Zerstörung wegen Sanierungsmassnahmen durch die Fachstelle Archäologie geschützt
  • Reduktion der Streusalz-Menge
  • strengere Regeln für Laubbläsereinsatz