Soziale Gesellschaft dank Chancengleichheit

Vision

Als Gesellschaft sind wir nur so stark wie unsere Schwächsten. Wir wollen eine Gesellschaft, in der alle am Leben gleichberechtigt teilnehmen können: finanziell, sozial, kulturell und tech­no­logisch. Ausgrenzungsmechanismen, sei es in der Sozialhilfe, sei es wegen der zunehmenden Einkommensungleichheit, wegen der Umverteilung von unten nach oben oder wegen dem Digi­tal Divide, sind abgebaut worden.

Ziele

  • Die Sozialhilfequote in der Stadt sinkt.
  • Jedes Kind hat dieselben Bildungschancen.
  • Ein Leben in Würde ist gewährleistet, auch für Randständige und Unangepasste.

Hintergrund

In den letzten Jahren wurden neoliberale Ansätze in unserer Leistungsgesellschaft bis zur Per­version getrieben. Sozialkontrolle anstatt Vertrauen ist zur Maxime geworden. Wer nicht mehr kann, gilt als Verlierer, wer nicht mehr mitrennt, wird ausgegrenzt. Gleichzeitig sind anerkann­te Regeln des Zusammenlebens verdreht worden: Die Einkommensverteilung wird immer un­gleicher, der Ruf nach Chancengleichheit geht ins Leere, und wer sich für die sozial Schwachen einsetzt, wird als Gutmensch verunglimpft.

Die Auseinandersetzungen zu einer sozialen und gerechten Gesellschaft werden härter. Wenige Beispiele zeigen das: Sozialhilfebezüger/innen gelten von Anfang weg als Schmarotzer. Die Hür­den für Sozialhilfebezug werden erhöht. Ältere Menschen werden ausgegrenzt. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit ist immer noch nicht die Regel. Secondo-Kinder haben nicht dieselben Bil­dungs­chancen. Und so weiter, und so fort. Manchmal stellt man sich schon die Frage, ob der ge­sellschaftliche Konsens, dass wir eine Solidargemeinschaft sein wollen, noch gilt.

Konkrete Forderungen

  • Gleich lange Spiesse für Sozialhilfebetrug wie für Steuerhinterziehung: Beide Delikte sollen mit dem gleichen Aufwand bekämpft werden.
  • Ausbildungschancen für alle ab Geburt erhöhen, durch flächendeckende Krippen- und Hort­angebote, wirksame Schulbegleitung und -unterstützung.
  • Recht auf ein Dach über dem Kopf, Notwohnungen auch für Aussenseiter/innen.
  • Wir fordern regelmässige Untersuchungen zur Armut.

Grüne Erfolge

  • Erfolgreiche Initiative «Kinderbetreuung konkret».
  • Wir unterstützen den Ausbau der Kinder- und Elternberatung.
  • Die Grünen waren massgeblich beteiligt am Aufbau der SKOS-Richtlinien.
  • Wir verbessern die Chancengleichheit im Bereich Ausbildung durch Unterstützung von diversen Projekten in der Stadt Zürich, zum Beispiel mit der Forderung nach Teilzeit­lehr­stellen für Personen mit Betreuungspflichten.