Bildung: Weit mehr als Schulbildung

Vision

Bildung umfasst weit mehr als nur Schulbildung: Freude am Lernen ist im ganzen Leben wesentlich, lebenslange Weiterbildung ist selbstverständlich. Der Zugang zu Bildung steht allen gleichermassen offen. Optimale Schulbedingungen gewährleisten eine Förderung der Kinder, die deren individuellem Potenzial entspricht. Am Ende der Grundausbildung bringen alle Jugendlichen die Fähigkeit zur Selbstbestimmung über das eigene Leben (Beruf, Soziales, Kulturelles usw.) mit. Sie sind fähig zur Mitbestimmung im gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Umfeld und fähig zur Solidarität und Verantwortung gegenüber Mitmensch und Umwelt.

Ziele

  • Chancengerechtigkeit ist dann erreicht, wenn schulische Erfolge nicht von der sozialen Schicht abhängen.
  • Die integrative Förderung wird weiter vorangetrieben, nur wenige Kinder und Jugendliche besuchen eine Sonderschule.
  • Das Bildungsangebot muss Mädchen und Buben, Frauen und Männer gleichermassen ansprechen und fördern. Lehrmittel und Unterrichtsmethoden sind auf beide Geschlechter ausgerichtet.
  • Bildung für nachhaltige Entwicklung ist im Schulalltag verankert.
  • Alle Kinder werden ihrem Potenzial entsprechend gefördert.

Hintergrund

Unter Bildung verstehen wir einen lebenslangen Prozess, der die kognitiven, emotionalen, sozialen und motorischen Fähigkeiten des Menschen (weiter) entwickelt. Bildung ist von aussen zu fördern, kann aber nur vom Individuum selbst verwirklicht werden.

Die Leistungen der Jugendlichen hängen oft besonders stark von der sozialen Herkunft ab. Diese ausgeprägte Ungerechtigkeit ist auf ungleiche frühkindliche Förderung, die schlechte Integration von MigrantInnen und deren Kinder sowie die Separation im Verlauf der Schulzeit zurückzuführen. Diese Punkte sind daher mit geeigneten Massnahmen zu beheben. Daher ist es wichtig, die frühkindliche Förderung sowie Betreuungsstrukturen und Tagesschulen auszubauen.

Konkrete Forderungen

  • Eine qualitativ hochstehende Tagesschule wird flächendeckend eingeführt.
  • Nur in zwingenden Ausnahmefällen wird ein Kind in einer Sonderschule unterrichtet. Separierende Strukturen werden abgebaut, integrierende Strukturen gefördert.
  • Im Unterricht werden regelmässig auf allen Schulstufen (Kindergarten, Primarstufe, Sekundarstufen I und II) Umweltthemen behandelt.
  • Lehrmittel und Unterrichtsmethoden sind auf alle Geschlechter ausgerichtet.
  • Für Schulräume und Personal müssen die benötigten finanziellen Mittel bereit gestellt werden.

Grüne Erfolge

  • Die Volksinitiative «Kinderbetreuung konkret» ist mit über 67 % angenommen worden.
  • Der Entscheid der Präsidentinnen- und Präsidenten-Konferenz , die Verantwortung für die Mitarbeitendenbeurteilung der Lehrpersonen an die  Schulleitungen zu übergeben statt bei den Kreisschulpflegen zu lassen, ist wieder rückgängig gemacht worden.