2'000-Watt: der Wegweiser für Zürich

Vision

Die BewohnerInnen von Zürich leben in einer durchgrünten Stadt. Der meiste Strom kommt von den eigenen Hausdächern, das Biogemüse von den eigenen Terrassen und Vorgärten. Die Men­schen bewegen sich in aller Regel zu Fuss oder mit Velo und ÖV. Der Ressourcen- und Energie­verbrauch in der Stadt Zürich liegt auf einem zukunftsfähigen 2000-Watt Niveau.

Ziele

  • Der Primärenergieverbrauch der Stadt Zürich ist auf 2000-Watt Niveau.
  • Die CO2-Emissionen liegt spätestens ab Jahr 2050 bei maximal 1 Tonne pro Kopf und Jahr.
  • Spätestens ab dem Jahr 2029 wird in der Stadt Zürich kein Atomstrom mehr konsumiert.
  • Die Verschwendung von Lebensmitteln wird massiv reduziert.

Hintergrund

Der Verbrauch von Primärenergie durch die BewohnerInnen der Stadt Zürich ist zwar tiefer als im Rest der Schweiz, aber absolut immer noch viel zu hoch. Ziel einer an der Nachhaltigkeit orien­tier­ten Politik und Lebensweise sind bekanntlich 2000 Watt. Das ist mit heute marktfähi­gen Techno­lo­gien und ver­nünf­tigem Verhalten machbar. Nicht von heute auf morgen, aber bis zum Jahr 2050 problemlos. Vor­aus­setzung ist allerdings die konsequente Sanierung von Bauten und Anlagen, der Einsatz von effizienten Fahrzeugen und Einrichtungen, der Ersatz von Gerä­ten sowie eine sparsa­me und suffiziente Nutzung von Ressourcen.

Bei den Gebäuden liegt ─ nebst dem Verkehr ─ das grösste Klimaschutz-Potenzial. Über ein Drit­tel der Stadtzürcher CO2-Emissionen stammen aus der Verfeuerung von Brennstoffen für Hei­zung, Warmwasser und Industrieprozesse. Um die Energieeffizienz bestehender und neuer Ge­bäude er­heblich zu verbes­sern, braucht es eine intelligente Mischung aus finanziellen Anreizen und techni­schen Vorschriften. Hier reichen die Massnahmen auf nationaler und kantonaler Ebene nicht aus. Die Stadt Zürich hat mit ihrem eigenen Gebäudepark den Vorteil, mit aller­bestem Beispiel voran gehen zu können. Ausserdem besitzt die Stadt mit dem ewz ein eigenes Elektrizitätswerk. Dieses hat den Privatisierungswahn der 1990er Jahre unbeschadet überstan­den. Die Ausrichtung des ewz auf eine künftig 100% erneuerbare Strom­pro­duktion ist richtig und stellt auch einen Erfolg einer jahrelangen konsequenten grünen Politik dar. Aber der Aus­stieg aus der Atomenergie muss noch rascher als geplant erfolgen. Gründe dafür gibt es genug.

Ein kaum beachtetes Potenzial liegt beim Nahrungsmittelsektor. Rund ein Drittel der Lebens­mittel werden heute ungegessen weggeschmissen.

Konkrete Forderungen

  • Vorbildliches suffizientes Verhalten von Stadtrat und Behörden, konsequenter Einsatz von ressourcenschonenden Produkten
  • Atomausstieg sofort!
  • Keine neuen fossilen Heizungen in öffentlichen und privaten Bauten
  • Stopp der massiven Nahrungsmittelverschwendung

Grüne Erfolge

  1. Verankerung des 2000-Watt Artikels in der Gemeindeordnung
  2. Ausrichtung des ewz auf eine erneuerbare Stromproduktionszukunft
  3. Konsequente Anti-Atompolitik ist in Zürich dank grünem Druck mehrheitsfähig geworden.
  4. Wir haben Zürich eine Vision gegeben, diejenige der nachhaltigen Entwicklung. Sie ist global die einzige, die von allen Staaten unterstützt wird – und die einzige, die uns und den kommen­den Generationen eine Zukunft sichert.