Ressourcen: Nachhaltig leben und wirtschaften

Vision

Die BewohnerInnen von Zürich leben in einer zukunftsfähigen Stadt. Der Strom kommt zu einem grossen Teil von den eigenen Hausdächern, auf Terrassen und in Vorgärten wächst Biogemüse. Die Menschen bewegen sich stadtgerecht zu Fuss, mit dem Velo oder dem ÖV. Der Ressourcen- und Energieverbrauch in der Stadt Zürich liegt auf einem global verträglichen 2000-Watt Niveau. Die Stadt ist international ein ökonomisches und technologisches Vorbild. Unternehmen wirtschaften umweltschonend und energiesparsam, die Produktionsketten sind transparent rückverfolgbar.

Ziele

  • Der Primärenergieverbrauch der Stadt Zürich ist auf 2000-Watt Niveau.
  • Die CO2-Emissionen liegen spätestens ab dem Jahr 2050 bei maximal 1 Tonne pro Kopf und Jahr.
  • Der Ressourcen-Verbrauch wird massiv reduziert.
  • Zürich versorgt sich mit möglichst einheimischer und ausschliesslich erneuerbarer Energie, steigt also aus den fossilen Energien aus.
  • Die Verschwendung von Lebensmitteln wird massiv reduziert.
  • Auch der Konsum von tierischen Erzeugnissen wird reduziert.
  • Abfälle werden auf ein Minimum reduziert, der Rest wird rezykliert.

Hintergrund

Zürich ist auf dem Weg zur 2000-Watt-Stadt. Ein gutes Stück wurde bereits zurückgelegt, die schwierigen Wegstrecken kommen aber noch. Der Energieverbrauch muss weiter reduziert werden, vorab bei der Mobilität und beim Konsum. Das ist mit heute marktfähigen Technologien und vernünftigem Verhalten machbar. Voraussetzungen sind allerdings der Ausstieg aus den fossilen Energien, die konsequente Sanierung von Bauten und Anlagen, der Einsatz von effizienten Fahrzeugen und Einrichtungen, mehr geschlossene Kreisläufe sowie eine sparsame und suffiziente Nutzung von Ressourcen.

Bei den Gebäuden liegt, nebst dem Verkehr und der Ernährung, das grösste Klimaschutz-Potenzial. Um deren Energieeffizienz erheblich zu verbessern, braucht es eine intelligente Mischung aus finanziellen Anreizen und technischen Vorschriften. Die Massnahmen auf nationaler und kantonaler Ebene reichen nicht aus. Die Stadt Zürich muss mit ihrem eigenen Gebäudepark mit bestem Beispiel vorangehen. Zudem besitzt die Stadt mit dem EWZ ein eigenes Elektrizitätswerk, das auf eine 100% erneuerbare Stromproduktion ausgerichtet ist, dies nicht zuletzt eine Folge jahrelanger konsequent Grüner Politik. Nun gilt es, die fossilen Energien weiter zurückzubinden und mit klugen Nahwärmeprojekten, Holz und Solarwärme zu ersetzen.

Ein kaum beachtetes Potenzial liegt bei der Ernährung. Rund ein Drittel der Lebensmittel werden heute ungegessen weggeworfen. Das ist nicht nur ein ernährungspolitischer Skandal, sondern auch ein ökologischer und ökonomischer Unsinn.

Konkrete Forderungen

  • Städtische Verwaltung und Betriebe müssen sich vorbildlich suffizient verhalten und konsequent ressourcenschonende Produkte einsetzen.
  • Der Ausstieg aus der Atomenergie, so wie es die Abstimmung vom 5. Juni 2016 vorsieht, muss möglichst schnell umgesetzt werden.
  • In öffentlichen und privaten Bauten werden keine neuen fossilen Heizungen installiert.
  • Der Stadtverkehr muss weiterhin auf FussgängerInnen, Velos und ÖV ausgerichtet werden.
  • Die Stadt fördert eine faire und nachhaltige Ernährung.

Grüne Erfolge

  • Die Grünen habe bei der Volksinitiative für Faire Ernährung prägend mitgearbeitet
  • Dank uns bleibt das EWZ eine städtische Dienstabteilung und wird nicht ausgegliedert.
  • Die konsequente Anti-Atompolitik ist in Zürich dank Grünem Druck mehrheitsfähig geworden. Die Abstimmung vom Juni 2016 zum Verkauf der AKW-Beteiligungen wurde klar gewonnen.